Deutscher Mieterbund
Landesverband Schleswig-Holstein

Kiel, den 31.08.2010

Mieten in Schleswig-Holstein: Zunehmende Probleme mit Finanzinvestoren

Landauf, landab beobachten die schleswig-holsteinischen Mietervereine eine zunehmende Zahl von Auseinandersetzungen mit Finanzinvestoren. War die Tätigkeit der Mietervereine in der Vergangenheit eher darauf gerichtet, in Auseinandersetzungen mit Privatvermietern aktiv zu werden, so konzentriert sich deren Tätigkeit immer stärker auf Auseinandersetzungen mit großen Gesellschaften, vornehmlich mit Finanzinvestoren.

Kiel, den 05.10.2010

Betriebskostenabrechnung für öffentlich geförderten Wohnraum:
Erhebung des Umlageausfallwagnisses seit dem Inkrafttreten des SHWoFG nicht mehr zulässig

Am 01.07.2009 ist das SHWoFG in Kraft getreten. Mit diesem Gesetz wurde das „Kostenmietrecht" abgeschafft, das für die meisten Sozialwohnungen in Schleswig-Holstein Gültigkeit hatte. Mit der Abschaffung des Kostenmietrechtes ist auch die Berechtigung entfallen, das sogenannte „Umlageausfallwagnis" zu erheben, das Vermieter für Zahlungsausfälle bei den Betriebskosten entschädigen sollte.

Kiel, den 07.11.2019

 

Die Belastung durch Betriebskosten für Mieter in Schleswig-Holstein ist im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben. Grundlage der Betrachtung ist das Abrechnungsjahr 2017. Im Jahr 2017 betrug die durchschnittliche Belastung der Mieter 2,27 € / m2 im Monat.

Positiv ist jedoch zu bemerken, dass die Belastung bei Umlage aller denkbaren Betriebskosten im Erfassungsjahr 2016 noch bei 2,87 € / m2 im Monat lag, nach Auswertung der Datenbasis für das Erfassungsjahr 2017 jedoch nur noch bei 2,84 € / m2 im Monat.

Zum besseren Verständnis musste ein Mieter einer 50 Quadratmeter großen Wohnung durchschnittlich 1.704,00 € im Jahr für Betriebskosten aufwenden.

Eine genauere Betrachtung zeigt nach Angabe des Deutschen Mieterbundes Schleswig-Holstein, dass die Kosten einzelner Betriebskostenarten auffällig gestiegen sind.

Marginale Steigerungen sind bei der Grundsteuer (2016 0,17 € / m2 – 2017 0,18 € / m2), dem Wasser inklusive Abwasser (2016 0,34 € / m2 - 2017 0,35 €/ m2), dem Aufzug (2016 0,16 € / m2 - 2017 0,17 € / m2) und dem allgemeinen Strom (2016 0,05 € / m2 - 2017 0,06 € / m2) zu verzeichnen. Enorm sind jedoch die Steigerungen bei Müllbeseitigung (2016 0,18 € / m2 - 2017 0,20 € / m2), Versicherung (2016 0,17 € / m2  - 2017 0,19 € / m2) und Hauswart (2016 0,29 € / m2- 2017 0,35 € / m2). Viele Mieter haben diese Steigerung auch am eigenen Leib erfahren.

Positiv ist allerdings die Kostenentwicklung der Heizung inklusive Warmwasser (2016 1,15 € / m2 – 2017 1,08 € / m2) zu bewerten.

Allerdings handelte es sich auch um eine milde Heizperiode. Für das kommende Jahr wird leider mit weiteren Steigerungen bei den Betriebs- und Heizkosten gerechnet.

Nähere Auskünfte zu allen hiermit zusammenhängenden Fragen erteilen alle schleswig-holsteinischen Mietervereine. Deren Sprechzeiten und Aufnahmebedingungen können bei der Landesgeschäftsstelle des Deutschen Mieterbundes Schleswig-Holstein, Eggerstedtstraße 1, 24103 Kiel, Telefon 0431/97919-0 erfragt werden. Sie sind auch im Internet verfügbar unter www.mieterbund-schleswig-holstein.de.

Verantwortlich: Ann Sophie Mainitz, Kiel

 

Kiel, den 04.11.2010

LEG, DGAG, Pirelli RE, Prelios - vom Niedergang eines Wohnungsbestandes

Es ist gekommen wie es kommen musste: Die ehemals fast vollständig landeseigene LEG Schleswig-Holstein war ein profitables Wohnungsunternehmen, das dem Land eine ordentliche Rendite und den Mietern, die häufig Landesbedienstete waren, sicheres und faires Wohnen ermöglichte. Dieses Unternehmen ist gegen den Protest der Mieterorganisation scheibchenweise auf Rendite getrimmt worden auf dem Weg über die DGAG bis hin zu Pirelli RE.