Deutscher Mieterbund
Landesverband Schleswig-Holstein

Kiel, den 17.06.2008

Neues Wohnraumförderungsgesetz
Mieterbund denkt über Kompromissformel nach

Das bei der Landesregierung in Vorbereitung befindliche Landeswohnraumförderungsgesetz sieht unter anderem vor, dass preis- und belegungsgebundene Wohnungen nach Ablauf von 35 Jahren in den freien Markt überführt werden. Damit würden Anfang 2009 schlagartig 9.907 Wohnungen ihre Sozialbindung verlieren, alleine 2.452 in der Landeshauptstadt Kiel.

Kiel, den 17.06.2008

Neues Wohnraumförderungsgesetz: VNW-Kritik geht ins Leere
Modernisierungsmieterhöhungen bis zur Vergleichsmiete uneingeschränkt und sofort möglich - Übergangsfrist nur bedingt wirksam

Auf die Pressemitteilung des Verbandes Norddeutscher Wohnungsunternehmen vom 17.06.2008 weist der Landesmieterbund darauf hin, dass der Gesetzesentwurf des Landes bei vorzeitig frei gewordenen Wohnungen Modernisierungsmieterhöhungen sofort zulässt. Bestandsgarantien und Kappungsgrenzen sollen ausdrücklich nicht gelten.

Kiel, den 02.07.2008

Wohnraumförderungsgesetz – Land kündigt Nachbesserungen an

Nach Monaten der Funkstille hat das Land in einer Pressemitteilung vom 01.07.08 mitgeteilt, dass es die massive Kritik am ersten Entwurf eines Wohnraumförderungsgesetzes aufnehmen und ihn in verbesserter Form an den Landtag weiterleiten werde. Nach Lage der Dinge sollen die Übergangsfristen verlängert werden.

Kiel, den 01.07.2008

Energieausweis ab heute Pflicht -
Mieterbund empfiehlt Einsichtnahme -
Bedarfsausweis aussagekräftiger als Verbrauchsausweis

Mit dem heutigen Tage müssen Vermieter bei einer beabsichtigten Vermietung den Mietinteressenten einen Energieausweis vorlegen, soweit das Gebäude bis 1965 fertiggestellt worden ist.

Kiel, den 15.07.2008

Wohnraumförderungsgesetz im Landtag
Mieterbund Schleswig-Holstein gegen Verkürzung von Sozialbindungen

In einem Schreiben an alle Abgeordneten des Schleswig-Holsteinischen Landtages hat der Landesmieterbund davor gewarnt, die Preis- und Belegungsbindung von Sozialwohnungen vorzeitig enden zu lassen. Betroffen sind bis zu 40.000 Wohnungen