Deutscher Mieterbund
Landesverband Schleswig-Holstein

Kiel, den 05.03.2020

Ausnahmen von der Nachtruhe

In Mehrfamilienhäusern tritt häufiger das Problem auf, dass die Nachbarn doch einmal etwas lauter sind. Allerdings müssen Nachbarn auch nach 22 Uhr in einem Mehrfamilienhaus mit der einen oder anderen Ruhestörung rechnen. Es gilt von 22 Uhr abends bis 6 Uhr morgens zwar die so genannte „Nachtruhe“, aber nicht uneingeschränkt. Es gibt Ausnahmen, zum Beispiel:

Kiel, den 10.02.2020

WARNUNG!

Handy-Anrufe vom „Mieterschutzbund“

Anrufe vom „Mieterschutzbund“ per Handy werden von Mietervereinen aus Schleswig-Holstein nicht getätigt. Seit geraumer Zeit tritt es vermehrt auf, dass Bürgerinnen und Bürger in ganz Deutschland per Handynummer vom angeblichen „Mieterschutzbund“ angerufen bzw. belästigt werden. Der Anrufer gibt sich als Zugehöriger des „Mieterschutzbundes“ aus und bedrängt die Angerufenen mit Fragen nach Nebenkostenabrechnungen oder persönlichen Daten.

Kiel, den 09.01.2020

Einbruchsschutz

Auch wenn der Schnee noch auf sich warten lässt, sind die Tage kurz. Dies verleitet häufig zu vermehrten Einbrüchen. Mieter sind insofern in dieser Jahreszeit auf ausreichenden Einbruchsschutz bedacht. Allerdings können sie nach ihrem Einzug nicht verlangen, dass der Vermieter für mehr Sicherheit in ihrer Wohnung sorgt. Sie haben keinen Anspruch auf einbruchshemmende Fenster oder Türen, Sicherheitsschlösser, Türspion oder Gegensprechanlage. Investiert der Vermieter trotzdem in derartige Schutzmaßnahmen, handelt es sich um Wohnwertverbesserungen und Modernisierungen. Folge ist, der Vermieter kann die Miete erhöhen. Er darf 8 Prozent der Kosten einer solchen Baumaßnahme auf die Jahresmiete aufschlagen. Die Entscheidung aber, ob investiert wird oder nicht, trifft allein der Vermieter.

Kiel, den 30.01.2020

Mietkaution

Das Beziehen einer neuen Wohnung ist in den überwiegenden Fällen ein freudiges Ereignis. Allerdings muss die Mieterin oder der Mieter im Vorfeld einiges beachten. Insofern müssen Mieter zu Beginn des Mietverhältnisses eine Mietkaution zahlen, soweit dies im Mietvertrag vereinbart wurde. Nach dem Gesetz darf diese Mietsicherheit höchstens drei Monatsmieten betragen, ohne Betriebs- und Heizkostenvorauszahlungen. Die häufigste Form der Mietkaution ist nach Angaben des Deutschen Mieterbundes Landesverband Schleswig-Holstein die sogenannte Barkaution, bei der dem Vermieter der Kautionsbetrag bar übergeben oder überwiesen wird. Sie muss nicht „auf einen Schlag“ und auch nicht schon vor Beginn des Mietverhältnisses gezahlt werden. Die Kaution kann in drei Raten gezahlt werden, die erste Rate wird mit Beginn des Mietverhältnisses fällig. Die beiden nächsten Raten werden dann zusammen mit den nächsten beiden Mietzahlungen fällig.

Kiel, den 28.11.2019

Mietpreisbremse und Kappungsgrenze:
Landesregierung begeht einen fatalen Fehler!

Seit geraumer Zeit beherrschen mietpolitische Probleme die öffentliche Berichterstattung. So auch in Schleswig-Holstein. Immer mehr Mieterinnen und Mieter spüren am eigenen Leib, dass die Mieten stetig steigen und Wohnen sich in manchen Gebieten zu einem „Luxusgut“ entwickelt hat. Trotz dieser brisanten Situation und der bestehenden Ängste der Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner hat die Landesregierung beschlossen, die Kappungsgrenze auslaufen zu lassen und die Mietpreisbremse vorzeitig abzuschaffen. Die Entscheidung ist falsch und ein Schlag ins Gesicht jeder Mieterin und jedes Mieters in Schleswig-Holstein.