Deutscher Mieterbund
Landesverband Schleswig-Holstein

Kiel, den 02.11.2016

Heizspiegel 2016 für Deutschland
Unterschiede bei Heizkosten für Erdgas, Öl und Fernwärme


Preisrückgang: geringere Heizkosten bei ölbeheizten Häusern
Prognose: Verbraucher müssen 2016 vermutlich weniger zahlen
Berechnung: Heizspiegel berücksichtigt jetzt auch Alter des Gebäudes
Mieterbund Schleswig-Holstein: eher höhere Kosten durch geografische Lage vermutet


Der Deutsche Mieterbund und co2online haben heute zum 12. Mal einen bundesweiten Heizspiegel vorgelegt. Die durchschnittlichen Heizkosten haben sich danach im vergangenen Jahr in Deutschland uneinheitlich entwickelt.

Während die Beheizung mit Heizöl fast 20% preiswerter wurde,  sind kaum Veränderungen bei Gas- und Fernwärmeversorgung zu verzeichnen.  „In einer durchschnittlichen 70 Quadratmeter großen Wohnung in einem Mehrfamilienhaus zahlten die Bewohner mit Heizölheizung im Schnitt 755 Euro, also 175 Euro weniger als 2014. In Wohnungen mit Fernwärme und Erdgas blieben die durchschnittlichen Kosten konstant bei 965 beziehungsweise 830 Euro.“, so co2online und Deutscher Mieterbund.

Die Heizkosten werden in Schleswig-Holstein nach den Prognosen auch 2016 weiter sinken, generell etwa 10% bei Heizöl und 5% bei Erdgas und Fernwärme. Ausnahmen gibt es jedoch regional, so haben beispielsweise die Stadtwerke Kiel ihre Fernwärmepreise zum Teil sehr deutlich erhöht, so dass Verbraucher auch mit Kostensteigerungen von 30% und mehr rechnen müssen.

Im Übrigen zeigen frühere Erhebungen, dass der Energieverbrauch in Schleswig-Holstein eher über dem Bundesdurchschnitt liegt. Geschäftsführerin Heidrun Clausen: „Die Ursache wird durch den  starken Wind zwischen den Meeren und einer längeren kühlen Witterung begründet sein.“

Zum ersten Mal wird auch das Baujahr berücksichtigt. Heizspiegel 2016-Flyer können im Internet kostenlos herunter geladen werden. Das Projekt wird vom Bundesumweltministerium gefördert. Außerdem ist er bei vielen Mietervereinen erhältlich.

Der Mieterbund Schleswig-Holstein und seine Mietervereine engagieren sich seit Jahren im Klimaschutz. Der Kieler Mieterverein hat 1997 als einer der ersten im Bundesgebiet einen Heizspiegel für die Landeshauptstadt Kiel initiiert. Viele tausend Heizkostenabrechnungen werden jedes Jahr in den Mietervereinen geprüft, verbunden auch mit einer Energieberatung bei überdurchschnittlichem Eigenverbrauch. Auf der Webseite des Landesverbandes www.mieterbund-schleswig-holstein.de  finden alle Verbraucherinnen und Verbraucher den Zugang zum  Heizcheck von co2online.

Verantwortlich: Geschäftsführerin Heidrun Clausen, Kiel  

Heizspiegel-Flyer 2016
Heispiegel-Tabelle

Heizspiegel-Flyer für verschiedene Baualtersklassen:

bis 1977
1978 - 1983
1984 - 1994
1995 - 2001
ab 2002

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